Konventionelles Filtern – der Bürstenfilter-

Konventionelles Filtern – der Bürstenfilter-

Beitragvon San » Di 4. Aug 2015, 13:34

Konventionelles Filtern – der Bürstenfilter-

In Zeiten von Trommler, Flieser oder Papierfilter erscheint es auf den ersten Blick fast schon antiquarisch, über konventionelle Filterung zu sprechen. Mitunter geht es sogar soweit, dass Kichi`s die nicht im Besitz eines „modernen“ Filters sind, sich die Sinnfrage stellen; Ist meine Art der Koihaltung überhaupt noch Artgerecht? Kurz gesagt, ja natürlich ist sie das! Vor 10 Jahren war der sogenannte Mehrkammerfilter, gepumpt oder durch Schwerkraft betrieben, die Filterung schlecht hin. Die Koi waren auch zu dieser Zeit gesund, sind gewachsen und zeigten tolle Farben. Die Grand Champions sind keine Erfindung der Trommler etc. Zeit, die gab es auch zur Mehrkammerfilterzeit schon.
Lassen wir den Sarkasmus mal beiseite. Moderne Hightechfilter haben ebenso Ihre Berechtigung wie die konventionelle Filterung.
Habe ich rund um den Teich wenig Platz, möchte eine gute Wasserqualität und einen relativ hohen Besatz, dazu Wartungsarbeiten die sich im Rahmen halten, dann ist ein Trommler und Co. eine exzellente Wahl.
Habe ich allerdings Platz am Teich, kann im Idealfall 15% bis 20% des Teichvolumens zusätzlich in konventionelle Filterung packen, dann entsteht eine zumindest gleichwertige Alternative. Bin ich dann auch noch im Stande, einen solchen Mehrkammerfilter selbst zu bauen (mauern, beschichten, verkleben etc.), dann kann der Vorteil sehr schnell auf Seiten der konventionellen Filterung liegen. Richtig gebaut, schlau (nach japanart) bestückt, ist der Mehrkammerfilter vom Filterergebnis gleichwertig, ebenso verhält es sich mit dem Pflege,- und Wartungsaufwand, eindeutig besser liegt der Wert beim Mehrkammerfilter im Maß der Euronen die beim Kauf auf den Tisch des Hauses zu legen sind.
Als Beispiel möchte ich in der Folge meinen eigenen Teich samt Filteranlage nennen.
Egal welchen Trommler, Flieser etc. ich nehme, bei 75.000l Teichvolumen liegt jeder dieser Filter bei grob 6.000€ bis 8.500€. Meine Filteranlage im Eigenbau, Vortex d=2,00m x h=1,45m (der Bau wird im Spätherbst vorgenommen und in diesem Thread gezeigt), 2 Kammern a`1000l mit je 50 Bürsten (eine bestehende Kammer wird erneuert und wie beschrieben neu aufgebaut) und eine Kammer mit 1000l Biologie (auch diese Kammer wird umgebaut), hat mit den Medien knapp 2300€ gekostet. Dazu in meinen Augen als weiteres Plus; ich nehme mir übers Jahr immer mal wieder die Freiheit meinen Teich auch mal 2-3 Wochen alleine zu lassen. Das Füttern nach genauer Anleitung für den Vertreter kein Problem. Jede Woche verdunstetes Wasser aufzufüllen auch nicht, aber was passiert wenn die Technik, z.B. eine Pumpe, ausfällt. Bei mir gar nichts. Meine Anlage läuft während meiner Abwesenheit im Sicherheitsmodus. Bei leicht abgesenkten Durchfluss laufen drei Pumpen. Fällt eine aus, bleibt immer noch genügend Flow übrig. Selbst mit einer Pumpe läuft das System. Natürlich kann das Thema defekte Pumpe auch bei Trommler und Co. gehändelt werden, in dem z.B. eine zweite vorsichtshalber installiert wird. Streikt allerdings die Mechanik oder die Steuerung, dann wird es problematischer.
Grundsätzlich will ich hier auch kein Fass gegen Hightech Filtersysteme aufmachen. Mir kommt es darauf an zu zeigen, dass auch die konventionelle Filterung eine gleichwertige Alternative darstellt die insgesamt, wenn etwas nicht rund läuft, um ein vielfaches leichter zu händeln ist.
Wie das im einzelnen funktionieren kann, wie Verbesserungen einfließen können, wie zusätzliche Elemente an ein bestehendes Filtersystem angebaut werden können, alles das möchte ich Euch anhand dieses Treads in Form von Berichten, Bildern und kleinen Filmchen in den nächsten Wochen und Monaten nach und nach zeigen.
L.G. Franz

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Re: Konventionelles Filtern – der Bürstenfilter-

Beitragvon San » Di 4. Aug 2015, 13:39

So soll das Ganze zum Schluss aussehen. Der Vortex wird entstehen und die mittlere Kammer wird umgebaut. Alles andere läuft bereits seit meheren Jahren.
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Re: Konventionelles Filtern – der Bürstenfilter-

Beitragvon drwr » Mi 5. Aug 2015, 10:04

Hallo,

ein Freund von mir war 1 Woche auf Lehrgang, als er zurückkam großes Chaos. Simle Algen hatten den Trommelfilter lahmgelegt. So einfach ging das. Da lacht jede Bürste nur . Der Trommler mag pflegeleichter sein, aber je mehr Technik, desto mehr Möglichkeiten der Technik zu versagen.

GruĂź Wolfgang
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Re: Konventionelles Filtern – der Bürstenfilter-

Beitragvon Gadiba » Mi 5. Aug 2015, 12:18

tolles Thema , danke fĂĽr deinen Bericht ..... da bin auch ich abgeholt.

Möchte noch einiges dazu Ergänzen.

klassische Filter haben größtenteils KoiLiebhaber aus früheren Zeiten. (<2000) Da gab es maximal SIFI´s.

Klassische Filter haben zwar höheren Reingungsbedarf , aber dafür weniger unruhige Nächte weil die Pumpe ...hängt

Als besitzer von Bürsten und Matten.... wird man leicht belächelt, aber wer platz hat....na.und? .

Ich betreibe dieses Hobby bereits fast 20 Jahre ,,, und mein Teich und der Filter haben viel zeit und geld gekostet, das ich einen Umbau scheue. ( Dollar Dollar ) :mrgreen:

FAZIT:::::: Eigentlich ist es Egal ĂĽber was man Filtert : Alles ist tauglich. Sogar ein becken mit lauter Lockenwickler oder Rolex kann filtern. :o :o gs


Ich denke fĂĽr mich den optimalen Filter gefunden zu haben.

Meine Voraussetzungen waren. Filter mit 8000liter, Teich mit 72.000 litern, Platz fĂĽr einen groĂźen Filter vorhanden. Stromversorgung zum Teich perfekt 5 * 220V .

Mein Filter ein gemauertes FĂĽnf- Kammersystem mit einen Flow 50.000l :

1.Kammer 1500liter mit 2 Sifi´s ;
2.kammer 1200liter fasst 60 BĂĽrsten.
3.kammer 1500Liter sind 12 Japanmatten.
4.Kammer 800l sind 2 Rohrpumpen (a 33.000L) und 8 UVC Lampen a 11watt , die Heizung und derer Pumpe.
5. Kammer mit 2000 Liter sind und 600l helix und mit Sauerstoffanlage bewegt.
Um den Sauerstoffanteil im Teich zu erhöhen habe ich mir in den Teich noch einen AIRlift mit KG160mm gebaut.
derzeit 3 zeitgesteuerte Sauerstoffkomp a 100l /min.
2UVC mit 36w und 5 mit 18 watt.
Alle Pumpen und Geräte haben eine eigene Stromverogung ( DANK WILLI )


Wie Ihr seht kann ruhig mal was ausfallen , und nix wird passieren.
LG Dieter alias gadiba
www.teich-im-web.de
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Re: Konventionelles Filtern – der Bürstenfilter-

Beitragvon San » Do 6. Aug 2015, 06:09

Hallo Dieter,

wir sprechen die gleiche Sprache und unsere Systeme gleichen sich sehr. Eine Anmerkung ist mir noch wichtig. Der Reinigungsaufwand!!!! In der Folge zu meinem ersten Bericht werden, wie angekündigt, weitere Beiträge in diesem Tread folgen. Es wird kleinere Videos geben wie die Reinigung der Bürsten bis dato stattgefunden hat und wie sich der Reinigungsaufwand minimiert hat, nach dem ich schlicht die Anordnung (Tip von MK) der Bürten verändert habe. Nicht nur keine maschereien mehr, sondern längere Intervalle, statt einmal die Woche nun alle 14 Tage, mit einem Reinungsaufwand von 15-20 Minuten. Einen weiteren Kick in Richtung weniger Reinigungsaufwand wird es für mich nochmals geben, wenn mein Vortex steht und in Betrieb ist. Ich rechne mal "vorsichtig" damit, dass auf diese Art 50% weniger an Sedimenten in den Bürsten ankommt. Bin selbst sehr gespannt wie es an meiner Anlage weiter geht ;)
L.G. Franz

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Re: Konventionelles Filtern – der Bürstenfilter-

Beitragvon Bjoern » Do 6. Aug 2015, 07:04

Moin Franz,

denke dass du Eure Systeme weniger vergleichen kannst. Sifi (Dreckfräsen) lassen nach der mechanischen Reinigung sedimentieren, gleiches beim Trommler. So meine Erfahrung mit herkömmlichen Maschenweiten bis 63 my. MK hat es ja auch in seinem Blog angesprochen dass um dies zu umgehen eine sehr feine Vorfilterung (z.B. Papierfilter) notwendig ist. Soll hier keine Verallgemeinerung zu anderen Filtern oder Bauweisen der Filteranlage sein.
Selbst ohne Vortex findet nach der ersten "nur" BĂĽrstenkammer weniger Sedimentierung statt - im direkten Vergleich zum Trommler.

@Wolfgang.... da hast du sowas von Recht. Ausfälle bzw. Störungen kommen immer dann wenn man es am wenigsten brauchen kann :(
Darum werkeln bei uns seit knapp 2 Monaten wieder BĂĽrsten.

Gruß Björn
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Re: Konventionelles Filtern – der Bürstenfilter-

Beitragvon San » Do 6. Aug 2015, 11:28

@Björn,

im Bezug auf die Sifi`s hast Du sicherlich recht. Aber gut das Du beide Systeme aus eigener Erfahrung einschätzen kannst. Ist im Verlauf des Thread bestimmt noch interessant und hilfreich ;)
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Re: Konventionelles Filtern – der Bürstenfilter-

Beitragvon Rolli_San » Do 6. Aug 2015, 21:03

ich bin froh mir letztes Jahr einen Trommler angeschaft zu haben .... aber ich bin ja auch nicht der Normalfall
ich hatte es einfach satt jede Woche den Filter zu reinigen....bei Wind und Wetter
.... nun habe ich endlich Zeit mein glasklares Wasser zu genießen, aber nun stört mich die Fischkacke die ich am Boden sehe :lol: was ich aber sicher durch ne zusätzliche Strömungspumpe gut lösen lässt (Filter läuft ja nur bei 50%)
GruĂź Marco ...aber nennt mich ruhig "Rolli" ;)
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Re: Konventionelles Filtern – der Bürstenfilter-

Beitragvon San » Fr 7. Aug 2015, 06:40

Hallo Rolli,

wieso läuft Dein Trommler auf 50%? :?
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Re: Konventionelles Filtern – der Bürstenfilter-

Beitragvon Bjoern » Fr 7. Aug 2015, 09:09

Rolli_San hat geschrieben: was ich aber sicher durch ne zusätzliche Strömungspumpe gut lösen lässt (Filter läuft ja nur bei 50%)


....mehr Flow geht nicht oder möchtest du nicht ?
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