Tumore bei Koi

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Tumore bei Koi

Beitragvon shiba » So 16. Jun 2013, 22:29

Hallo Leute,
hat einer von euch schon einen Koi durch einen Tumor verloren oder behandeln lassen?
Mich interpretiert eure Erfahrung mit dem Thema.
Mir ist gestern leider ein sieben Jahre und 70 cm großes showa Weibchen eingegangen.
Es war innerhalb von 4 Tagen mit ihr vorbei und es hat keine Behandlung angeschlagen.
Es fing an das sie nicht mehr fressen wollte und sehr trĂ€ge wurde. Dann hat sie nach Luft geschnappt und dann war sie auch schon Tot. Sie hatte Ă€ußerlich keine Symptome, nur der Bauchumfang war grĂ¶ĂŸer geworden was bei einem Weibchen auch nicht untypisch ist.
Nach ihrem Tot habe ich sie aufgemacht und gesehen das der ganze Bauchraum verwachsen war. :cry:
Ist euch so etwas schon passiert?
Mich interessiert wie oft so etwas vorkommt.
Viele GrĂŒĂŸe
Larissa
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Re: Tumore bei Koi

Beitragvon Hop Sing » Mo 17. Jun 2013, 12:44

Hi Larissa
Gesehen habe ich schon mehrere Koi mit Tumoren. Die meisten dieser Fische können gut damit leben. Bis zu einem bestimmten Punkt natĂŒrlich.
Eine Entfernung des Tumorgewebes durch einen Eingriff ist bei Koi meiner Meinung nach nur bedingt anzuraten. Ganz wenige dieser Koi haben einen solchen Eingriff ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum ĂŒberlebt.
Das werden natĂŒrlich nur die wenigsten Docs zugeben da sie damit ihr Geld verdienen. Mir sind bislang 4 Koi bekannt die durch Koi TierĂ€rzte operiert wurden. Zwei sind bereits in den ersten Tagen nach der OP eingegangen, einer in den folgenden 4 Wochen und einer nach dem Winter.
Mfg Mirco
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Re: Tumore bei Koi

Beitragvon robsig12 » Mo 17. Jun 2013, 20:48

Das ist wohl der Preis der ZĂŒchtung.

Ein mir gut bekannter TA meint, es passiert meist bis zum erstem Ablaichen, Danach wird es weniger.

Wenn man bedenkt, was den Koi in Japan schon alles an Medikamenten mitgegeben wird, können wir evtl. verstehen, warum das so hÀufig bei uns vorkommt.

Eine OP eines Tumors rentiert sich meist nicht, da der Fisch oft nicht lÀnger wie ein Jahr nach der Behandlung lebt.

Es gehört halt zum Hobby, und wir mĂŒssen damit eben. :cry:
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Re: Tumore bei Koi

Beitragvon shiba » Mo 17. Jun 2013, 21:12

Vielen Dank schon mal fĂŒr die Antworten! :D

Hört sich jaschon so an als wĂŒrde es schon mal öfter vorkommen.
Mein Koi ist jetzt leider der Erste der mir mit einem Tumor untergekommen ist.
Wie kann man denn frĂŒh erkennen das sich im Bauchraum ein Tumor entwickelt, bevor es zu spĂ€t ist, wenn keine besondere Schwellung des Bauches zu erkennen ist??

Viele GrĂŒĂŸe

Larissa
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Re: Tumore bei Koi

Beitragvon Moi » Di 18. Jun 2013, 05:39

Wenn Keine Schwellung da ist wird es mit der frĂŒh Erkennung schwierig ist wie beim Mensch da merkt man es oft auch zu spĂ€t
Der Mensch hat seinen Kopf um zu denken,
und nicht damit es nicht in den Hals regnet.
MFG Marc
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Re: Tumore bei Koi

Beitragvon Bjoern » Di 18. Jun 2013, 08:14

Moin,

musste letzte Jahr auch einen Orenji Ogon himmeln. AuffĂ€llig wurde der Koi durch sein durchhĂ€ngen der WirbelsĂ€ule (RĂŒckengrĂ€te), das waren zum Schluß ca. 2-3cm nach unten. Erster Verdacht war dass sich der Koi angeschlagen hatte und jetzt krum ist, Freßverhalten und AkitivitĂ€t waren trotz der KrĂŒmmung noch normal. Danach ging es rasend schnell, innerhalb weniger Tage bildete sich ungefĂ€hr ab Ende der Schwimmblase eine große Beule rechts nach außen. Ab da wurde der Fisch apathisch, taumelnde Schwimmbewegungen und keine Futteraufnahme. Beim sedieren konnte man spĂŒren dass unterhalb der Seitenlinie bis um das After alles steinhart war und die Genitalpapille stark nach aussen gedrĂŒckt war, sehr viel stĂ€rker als zur Laichzeit. LaichverhĂ€rtung kann es auch nicht gewesen sein da der Koi male war. Auch der Versuch durch Abstreifen ĂŒber die Genitalpapille Sekret zu entnehmen schlug fehl. Leider kann ich nur den Verdacht auf einen Tumor Ă€ussern da ich es nach dem EinschlĂ€fern nicht fertig gebracht habe den Koi aufzuschneiden.
Um Tumore rechtzeitig zu sehen mĂŒsste man regelmĂ€ĂŸig Ultraschalluntersuchungen am Tier vornehmen, ob sich das lohnt und dem Koi hilft gesund zu bleiben :? :?:

Gruß Björn
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Re: Tumore bei Koi

Beitragvon Bjoern » Di 18. Jun 2013, 11:24

robsig12 hat geschrieben:Das ist wohl der Preis der ZĂŒchtung.

Ein mir gut bekannter TA meint, es passiert meist bis zum erstem Ablaichen, Danach wird es weniger.

Wenn man bedenkt, was den Koi in Japan schon alles an Medikamenten mitgegeben wird, können wir evtl. verstehen, warum das so hÀufig bei uns vorkommt.

Eine OP eines Tumors rentiert sich meist nicht, da der Fisch oft nicht lÀnger wie ein Jahr nach der Behandlung lebt.

Es gehört halt zum Hobby, und wir mĂŒssen damit eben. :cry:


Wie man an diesem Video schön sehen kann..... geht bei 2:00 los https://www.youtube.com/watch?v=MZKDb8Zoqxk

Gruß Björn
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Re: Tumore bei Koi

Beitragvon Sandy » Mi 19. Jun 2013, 12:15

Hey Bjoern.
Krasse Video. Impfen im Großvormat.
Der Teich wird zu einer Chemo-Kloake.
Da ist wohl ein Wasserwechsel notwendig. motzi1
Gruß Pit :cry:
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Re: Tumore bei Koi

Beitragvon kujaku » Mi 19. Jun 2013, 17:25

Hallo,
unser Matsuba MĂ€del hat auch seit letztem Jahr einen Tumor. Aber ihr geht es gut. Sie frißt wie immer und ihr Schwimmverhalten ist auch normal. Die TierĂ€rztin hat gesagt, wenn sie GlĂŒck hat kann sie damit alt werden. Sie sieht nur etwas komisch aus, da eine Seite halt dicker ist als die andere. Ich hoffe sie lebt noch sehr lange. ;)
Gruß HeikeBild

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Re: Tumore bei Koi

Beitragvon baeckerei » Mi 19. Jun 2013, 18:18

Auch mich hat es letztes Jahr getroffen!
Bei mir war es ein Sanke, der an Tumor erkrankt ist. Er hat anfangs erst eine kleine Ausbuchtung nach außen, die dann nach ca. einem halben Jahr bis dreivierel Jahr immer grĂ¶ĂŸer wurde.
Zum Ende hin schwam er nur noch lustlos im Teich und wusste nicht mehr wo oben und unten ist. Sah richtig schlimm aus. Er lies sich dann nur noch durch das Wasser treiben. Ich wollte ihn dann am nÀchsten Tag erlösen. Als ich aber dann am nÀchsten Tag an den Teich kam, lag er schon tot am Grund.
Gruß

Sascha
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